Flexibel und unabhängig

Die Generation Y ist mit den technologischen Medien aufgewachsen. Smartphone und Internet gehören zu ihrem Lebensalltag. Das hat Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Den „War for Talents“ gewinnen die Unternehmen, die sich auf die Generation Y einstellen.

Beim großen Konzern anheuern – oder doch lieber zum Hidden Champion auf dem Land? Stefan Maurer fällt die Entscheidung nicht leicht. Das Angebot des Konzerns ist auf den ersten Blick lukrativ. Nicht nur wegen der außerordentlich guten Bezahlung. Auch wegen der weiteren Aufstiegsmöglichkeiten. Aber auch der Hidden Champion bietet vieles, was seiner Vorstellung von Arbeit entspricht.

Stefan Maurer hat gerade sein Masterstudium Informationstechnologie an der Universität in Wuppertal erfolgreich abgeschlossen. Im Studium war er es gewohnt, selbstständig zu arbeiten und seine Zeit nach seinen eigenen Bedürfnissen zu takten. Mal am frühen Morgen in die Unibibliothek, mal am späten Abend noch an den Rechner für den Feinschliff an einer Seminararbeit. Mit seinen Studienkolleginnen und -kollegen arbeitete er an gemeinsam Projekten und tauschte sein Wissen permanent mit ihnen aus. Auch schon mal nach Mitternacht. Oder an den Wochenenden. In der Kneipe oder über Skype zu Hause im Bett. Das hat zu sehr guten Ergebnissen geführt. Genau das sucht er nun auch im Job. Einerseits diese Flexibilität und andererseits diese Offenheit und Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Ideen.

Was er jetzt auf keinen Fall will: einen klassischen Nine-to-Five-Job. Mit Hierarchien, die eingehalten werden müssen. Mit Seilschaften, die für eine Karriere zu beachten sind. Mit angepasstem, Risiko vermeidendem Verhalten. Und mit scheuklappenförmigem Abteilungsdenken. Stefan Maurer weiß, bei so einem patriarchalisch geführten Unternehmen mit Top-Down-Direktiven wird er nicht glücklich. Da verzichtet er lieber auf das schöne Geld und hält Ausschau nach einem Job, bei dem er sich wohlfühlt.

Sein Ideal: Die Arbeitszeit ist flexibel, die Wege zu den Kolleginnen und Kollegen kurz, die Tür des Chefs steht immer offen. Man begegnet sich über alle Abteilungen hinweg auf Augenhöhe. Neue Ideen werden mit Kusshand aufgenommen und sofort ausgetestet. Den Arbeitsrhythmus kann jeder bis auf eine Kernzeit von fünf Stunden am Tag selbst bestimmen – ob im Betrieb, Home-Office oder von unterwegs. Außerdem stellt er sich für später, wenn er Familie hat, einen firmeneigenen Kindergarten vor. Und einen Fitnessraum. Über moderne Kommunikationsmittel müsste jederzeit ein Dialog auf allen Ebenen möglich sein. Smartphone und Tablet gehören bei seinem Wunschbetrieb zur Standardausstattung. Die Abteilungen tauschen sich permanent untereinander aus, jede neue Erkenntnis, jedes neue Wissen wird in einer Wissensdatenbank jedem zur Verfügung gestellt. Elternteilzeit ist ebenso kein Problem wie ein Sabbatical einzulegen oder als Expatriate Auslandserfahrungen zu sammeln. Die hauseigene Akademie bietet umfangreiche Fort- und Weiterbildungsprogramme an. Alles Pluspunkte, die Stefan Maurer gefallen würden.

Und da wären auch noch wechselnden Teams und Projekte und die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern mit der gleichen Denke und ähnlicher Arbeitsauffassung, wie beispielsweise die ALL ABOUT IT (AAIT) aus Ilsfeld. Die etwas bewegen wollen und die ihr Wissen gerne weitergeben. Die sich flexibel auf den Kunden einstellen. AAIT hat Stefan Maurer zufällig beim Rundgang nach einem Vorstellungsgespräch kennen gelernt. Als er in der IT-Abteilung des Unternehmens kurz mit einem Mitarbeiter und einem Vertreter des externen Dienstleisters ein paar Worte wechseln konnte, hat er gleich gespürt, da stimmt die Atmosphäre. Das gibt ihm Hoffnung, den idealen Betrieb zu finden, der seinen Wunschvorstellungen einer flexiblen und unabhängigen Arbeitsweise entspricht.