Der „fast perfekte“ Tag

Ein Tag im Leben eines IT-Leiters/CIO

Ein sonniger Frühlingstag, morgens um 7:30 Uhr, nördlich von Stuttgart. Carsten Müller ist gut gelaunt. Der Morgen hat mit einem 30-minütigen Fitnessprogramm gut begonnen, er hat kalt-warm geduscht und gesund gefrühstückt und freut sich auf einen abwechslungsreichen Arbeitstag. Als IT-Manager bei einem Unternehmen in der Fertigungsindustrie mit mehr als 2000 Mitarbeitern führt er ein 20-köpfiges IT-Team. Die digitale Transformation ist gerade das ganz große Thema.

Heute steht die Priorisierung der Digitalisierungsstrategie auf dem Programm. In der Lenkungsgruppe sind die Geschäftsbereiche Vertrieb und Service vertreten sowie der Betriebsrat, die Auslandsgesellschaften und natürlich die Geschäftsleitung. Als er den Besprechungsraum betritt wird ihm klar: Das wird keine leichte Übung. Der Vertreter des Betriebsrates gestikuliert und streitet sich lautstark mit einem der Geschäftsführer, der Vertriebschef ist mit dem Marketingleiter im Clinch und der Personalleiter scheint mit dem Vertreter der Auslandsgesellschaften nicht einer Meinung zu sein. Über die Digitalisierungsstrategie und wie sie umgesetzt werden soll, scheiden sich die Geister. Alle haben ihren Blickwinkel, alle ereifern sich für ihre Sache und kommen gehörig ins Schwitzen. Da ist mehr Transpiration als Transformation.

Carsten Müller bleibt erst einmal ruhig und wartet ab, bis sich die Gemüter halbwegs beruhigt haben. Natürlich werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der digitalen Transformation mitgenommen, beruhigt er den Betriebsrat. Auch die Auslandsgesellschaften werden eingebunden. Aber so schnell und forciert, wie es die Geschäftsleitung gerne haben möchte, geht es nun auch wieder nicht. Die will am liebsten alles neu aufsetzen und den Schalter umlegen. Das macht aber keinen Sinn und verursacht nur immense Kosten.

Carsten Müller bringt den Lenkungsausschuss zurück auf den Teppich. Zuerst kommt es darauf an, die bereits vorhandenen digitalen Daten im Unternehmen intelligent zu vernetzen. Maschinendaten beispielsweise auswerten und für einen schlankeren Fertigungsprozess nutzen. Materialeinkauf mit Vertriebsdaten verknüpfen und so Kunden bessere Angebote machen. Aus den Stammdaten neue Geschäftsmodelle für die Kunden generieren. Oder auch nur übergreifend den Zugriff auf internes Wissen ermöglichen, um das Innovationspotenzial zu erhöhen. Damit ist schon mal sehr viel gewonnen, ohne die Welt neu zu erfinden.

Dazu braucht es aber externe Digitalisierungsexperten und Berater mit unverstelltem Blick auf das Unternehmen. Die nicht an einen Technologielieferanten gebunden sind und frei analysieren und beraten können. Denn mit der Unternehmenssoftware alleine ist das nicht zu schaffen. Die ist zwar solide und arbeitet funktionssicher. Aber für den Digitalisierungsprozess ist sie zu unflexibel. Die persönliche DigitalVision von Carsten Müller: ein Traumschiff, das von vielen kleinen flinken Booten umwuselt wird, die den Koloss in bisher unbekannte Gefilde ziehen. Das Schiff bleibt in Schuss, erkundet aber immer wieder erfolgreich neue Flecken und gibt sich nach und nach einen neuen Anstrich.

Das überzeugt auch die Geschäftsführung. Zwar bekommt Carsten Müller nicht alles genehmigt. Aber er erhält freie Hand, qualifizierte Berater für die digitale Transformation zurate zu ziehen. Bei ALL ABOUT IT braucht er nicht lange zu suchen.